Ausdauer

 

Jeder von uns erfährt die Grenzen seiner Ausdauer täglich. Bei körperlicher Anstrengung erlahmen nach gewisser Zeit die Kräfte. Die Muskeln verweigern ihren Dienst. Bei geistiger Tätigkeit lassen irgendwann Konzentration und Denkschärfe nach, die Gedanken schweifen ab, eine Kaffepause ist fällig.

Der Schiesssport führt den Sportler zwar nicht an den Rand seiner physischen Leistungsfähigkeit, aber er sollte über eine überdurchschnittliche Ausdauer verfügen. Zunächst, um die Belastung aus Muskel-, Kreislauf-, Stoffwechsel- und psychischer Arbeit überhaupt bewältigen zu können und zum anderen den Leistungsbereich realisieren zu können, der eindeutig unter der Grenze der einsetzenden Ermüdungsausfälle liegt. Vor allem der zweite Punkt ist wesentlich.

Zusätzliche Schwankungen treten auf, wenn Muskulatur und Stoffwechselvorgänge erschöpft sind, die Wahrnehmung von Fehlern wird getrübt, die Abzugsentscheidung und die Psychoregulation werden gestört. Der Sportler wird solche Erlebnisse im Nachhinein als ungewöhnliches Wackeln bezeichnen, er wird schildern, dass er den Finger nicht mehr krumm bekommen hat, oder einfach nicht mehr sehen konnte, wo der Schuss abgekommen ist. Zeichen von Mängel der eigenen Ausdauer ?