Psychische Fertigkeiten - Einleitung

Zuerst wollen wir zwei Begriffe definieren. Was ist der Unterschied zwischen Fähigkeiten und Fertigkeiten?

Für den Sportler selbst ist es vielleicht nicht wichtig diese Begriffe definieren zu können, aber er muss sich über ihre Bedeutung und ihre Zusammenhänge bewusst werden.

Der Sportpsychologe Peter Terry umschreibt den Begriff der Fertigkeit als eine Fähigkeit, ein angestrebtes Ziel beständig zu verfolgen. Fertigkeiten können also entwickelt werden. Fertigkeit ist keine reine Sache der Erbanlagen, sondern zu einem Großteil erworben und mitunter das Ergebnis von hartem, stundenlangem und aufopferungsvollem Training.

Fähigkeiten können schon eher im Zusammenhang mit Erbanlagen genannt werden. Man kann sie relativ früh erkennen und beeinflussen. Es handelt sich dabei um Faktoren wie z.B. Beweglichkeit und Flexibilität, ein gutes Gedächtnis oder um einen scharfen Blick. Die Fähigkeiten bilden den Grundbaustein, auf denen sich die Fertigkeiten entwickeln können. Fertigkeitstraining beinhaltet das Formen und die Weiterentwicklung der Fähigkeit, um eine bestimmte Aktivität ausführen zu können (Terry)

Wir stellen demnach fest: Sind psychologische Fertigkeiten nicht weit genug entwickelt, kann es zu einer deutlichen Beeinflussung unserer sportlichen Leistung kommen.

ABER - und jetzt kommt es: Nicht jedes enttäuschende Abschneiden in einem Wettkampf steht in direktem Zusammenhang mit den psychischen Fertigkeiten des Sportlers, wird aber sehr oft in den Vordergrund geschoben.  

Wie kann man nun solche Fertigkeiten entwickeln? Um diese Frage beantworten zu können, ist es wichtig zu verstehen, dass es nicht so sehr darauf ankommt, dass man über möglichst viele physiologische und psychische Qualitäten verfügt, sondern dass man sich genau darüber im Klaren ist, was man erreichen will und welche physischen Voraussetzungen notwendig sind, um das angestrebte Ziel zu erreichen.